Programm

WILLKOMMEN ZU DEN 24. JAZZTAGEN

An 15 Konzertabenden mit insgesamt 19 Formationen präsentieren die 24. Jazztage Dortmund vom 2.11. bis zum 1.12.2017 wieder einen neugierigen Streifzug rund um das Thema Jazz und Improvisierte Musik.

In stilistischer Offenheit reicht dabei das musikalische Spektrum von experimenteller Melodic Avantgarde und kammermusikalischer Impro-visationsmusik über die sich gerade wieder einmal runderneuernde Gemengelage Jazz/Funk/ Pop/Hip-Hop bis hin zu elektronischer Musik im Fahrwasser der Neoklassik und natürlich der nach wie vor schillernden Spielwiese des Modern Jazz.

Liegt der Fokus mehrheitlich auch in diesem Jahr - wie schon zu Beginn der Jazztage in 1989 aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums des domicils - wieder auf der europäischen Szene, so gehört der Blick auf das aktuelle Geschehen jenseits des großen Teichs traditionell auch immer dazu, z.B. mit Robert Glasper, Christian Scott und Avishai Cohen.

Neben dem SOUNDZZ-Familienkonzert für Kinder im Grundschulalter mit Marvin Becker freuen wir uns zudem auf eine jazzig-weltmusikalische Begegnung des Jugendjazzorchesters NRW mit dem Transorient Orchestra, beide in Dortmund ansässig, und auf zwei von der Kulturwelle WDR 3 live im Radio zu übertragenden Konzertabenden (24.+25.11.), die parallel auch online per Videostream zu verfolgen sein werden.

Dank gilt daher dem Westdeutschen Rundfunk für die Kooperation, gleichfalls dem Kulturbüro der Stadt Dortmund als Projektpartner und institutio-nellem Förderer des domicils und allen weiteren projektbezogenen Unterstützern und Kooperationspartnern.

Viel Vergnügen!

History

Die Geschichte der Jazztage Dortmund beginnt im Jahr 1989 anläßlich des 20-jährigen Jubiläums des domicils.

Zunächst hieß das Festival Dortmunder Jazzfrühling mit einem bunten Programm und stadtweiter Präsenz, ab 1995 wurde der von Beginn an entwickelte Programmschwerpunkt rund um zeitgenössischen europäischen Jazz - was in den 90-er Jahren für ein Jazzfestival angesichts der US-amerikanischen Präsenz eher ungewöhnlich war - zum Festivaltitel und zur konzeptionellen Grundidee gemacht: europhonics. Zunächst biennal konzipiert, wechselte man ab 1997 in die Jährlichkeit u.a. mit einem mehrtägigen Open-Air-Programm in der City, erstmals mit pionierhaften Schulprojekten und mit diversen Länderschwerpunkten (Frankreich, England, Baltikum, Schweiz u.a.) in Verbindung mit den Internationalen Kulturtagen der Stadt Dortmund.

Veranstalter und Kooperationspartner waren über die Jahre das Kulturbüro der Stadt Dortmund, der Verein ProJazz e.V., das domicil und der Signal Iduna Park. Der Westdeutsche Rundfunk Köln hat zahlreiche Festivalabende mitgeschnitten und live übertragen, u.a. das Festival anläßlich der Neueröffnung des domicils am jetzigen Standort Hansastraße im Oktober 2005. 

Die Festivalorte wechselten über die Jahre je nach Konzept und Anforderungen, u.a. waren Konzerte zu hören in der Live Station, dem domicil in der Leopoldstraße, dem Theater im depot, der Spielbank Hohensyburg, dem Theater Fletch Bizzel, dem Fritz-Henßler-Haus, der Petri-Kirche, im Signal Iduna Park sowie ab 2000 im Studio-Kino (Hansatheater) in der Hansastraße. Zum ersten Mal hat das domicil hier seine späteren (neuen) Räume im Rahmen des Festivals kennengelernt und bespielt.

Eine Auswahl von Künstlern der Festivals seit 1989:

Henri Texier Azur Quintet, Esbjörn Svensson Trio, Orchestre National du Jazz, Sidsel Endresen, Ngyuen Le, Wolfgang Puschnig & Alpin Aspects, Bojan Z, David Linx, Palatino, Julian Arguelles, Toots Thielemans, Erika Stucky, Steve Coleman, Supersilent, John Scofield Trio plus Horns, Abbey Lincoln, Rabih Abouh Khalil, Will Calhoun, Simon Nabatov Trio, John Taylor, Matthias Nadolny, Paul Kuhn, Till Brönner, Christian Brückner, Daniel Humair, Tango Crash, Lol Coxhill, Jan Klare, Hans Wanning Trio, Celine Bonacina Trio, The New John Abercrombie Quartet, Ingo Senst & Hans Wanning Duo, Manu Katche, Cecile Norby & Lars Danielsson, Laia Genc & Stephan Mattner, Theo Bleckmann & Kate Bush Project, Manfred Bründl & Silent Bass, Heinz Sauer & Michael Wollny, Snarky Puppy, Alfredo Rodriguez, Carmen Souza, Steve Lehman, Christoph Haberer & Sarah Buechi, Hans Lüdemann Trio, G. Perret & Electric Epic, Kenny Garrett, Shai Maestro, Carla Bley, Kamasi Washington, Jaga Jazzist, Iiro Rantala, The Comet is Coming, Ester Rada, Florian Weber & Angelika Niescier NYC Five, Charles Lloyd Quartet, John Abercromibe & Marc Copland, Azymuth, Christian Thomé & Mariana Sadovska, Quattro Venti und viele andere.