Donnerstag 04|05|17 20:00 Uhr

The Grand Piano Welcome #2: Florian Weber & Markus Stockhausen

Kammermusikalisches Jazz-Duo - Top!

Markus Stockhausen trompete/electronics, Florian Weber piano

Zweites Feature-Konzert zur Vorstellung unseres neuen großen Konzertflügels der D-Kategorie (2,75 m).

Wir freuen uns sehr und danken für die Unterstützung zur Anschaffung des Instruments dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und und Sport des Landes NRW und der Sparkasse Dortmund. 

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Obwohl sich die beiden Ausnahmemusiker in ihrer musikalischen Entwicklung dem Idiom des Jazz aus unterschiedlichen Richtungen genähert haben, eint die Musiker ein tiefes Interesse am Prozess des kreativen Ausdrucks, der intensiven Suche, innen wie außen, nach Echos, Nachklängen, Einsichten.

Der Spannungsbogen ihrer Musik ist breit und reicht von der beschwingt-melodischen Gangart in „Befreiung“ über den gebrochenen Optimismus von „Better World“ bis zur kühlen Nüchternheit von „Die weise Zauberin“ und der fesselnd-introspektiven Stimmung von „Emilio“ (geschrieben für Florians Sohn). Bisweilen scheinen die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation zu verschwimmen, fast unmerklich sich verändernde atmosphärische Kontraste prägen die von großer Klarheit getragene Musi

Anfangs experimentierte das Duo mit elektronischen Klängen, auf der Suche nach den „offenen Sounds“, die Stockhausen seit seiner Zeit in Rainer Brüninghaus’ Trio (mit Schlagzeuger Fredy Studer) Anfang der 80er Jahre faszinieren. Den auf dem Trio-Album Continuum (ECM, 1983) eingeschlagenen Weg ging Stockhausen mit seinem Projekt Aparis (mit Bruder Simon und Schlagzeuger Jo Thönes) konsequent weiter, wie die ECM-Alben Aparis (1990) und Despite the Firefighters’ Efforts (1993) belegen. Im Kontext des Duos wurde jedoch bald deutlich, dass Stockhausen und Weber akustisch einfach besser klangen: „Florian hat dieses ungeheure Gespür und die Möglichkeiten, den Klang des Klaviers zu modulieren. Damit standen so viele Klangfarben zur Verfügung.“
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Eine erste Session zu einem neuen Projekt beginnt bei Stockhausen immer mit improvisierter „intuitiver Musik“, ein Begriff, den sein Vater Karlheinz Stockhausen, Komponist und Pionier der elektronischen Musik, in den 60er Jahren prägte. Auf „Ishta“ führt Stockhausen dessen Konzept, keinerlei melodische oder harmonische Absprachen zu treffen, noch einen Schritt weiter, indem er nicht einmal gesprochene Anweisungen zulässt: „Keine Melodie, gar nichts. Damit öffnet sich Raum für Unerwartetes, für die Möglichkeit, zum Medium für etwas zu werden.“
 
Florian Weber gibt mit diesem Duo und dem Album "Alba" sein ECM-Debüt. Der Gewinner des ECHO Jazz spielte mit Albert Mangelsdorff und begleitete mit seinem Trio Minsarah den großen Altsaxophonisten Lee Konitz auf drei CDs. Alba ist Markus Stockhausens erstes ECM-Album seit Karta (2000). Zuvor war er mit Gary Peacock auf Cosi Lontano…Quasi Dentro und auf Ralph Towners City of Eyes (beide 1989) zu hören. Seine Mitwirkung an Continuum, das 1984 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik gewann, brachte dem 26-jährigen Stockhausen erstmals breite Aufmerksamkeit. Für ECM New Series nahm er 1992 Michaels Reise auf, ein – wenn auch nicht so bezeichnetes – Trompetenkonzert seines Vaters.

Raum: Saal
Einlass: 19:30 Uhr
Eintritt: 25 €
Eintritt VVK: 22 € (inkl. Gebühren) Tickets
Ermäßigung: 50%
domicilcard
U19 frei


Weitere Informationen:
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