Donnerstag 22|11|18 20:00 Uhr

10. BLUEGRASS JAMBOREE

FESTIVAL OF BLUEGRASS & AMERICANA MUSIC 2018

The Bro­ther Bro­thers, Moody Ame­ri­ca­na, Bill & The Bel­les - Old­ti­me Coun­try, Jeff Scrogg­ins & Co­lo­ra­do - Dy­na­mic Blu­e­grass, Fes­ti­val Fi­na­le Ses­si­on

Der le­gen­dä­re „Ban­jo-​Bus“ kehrt auf der Ju­bi­lä­ums-​Tour­nee des Kult-​Fes­ti­vals zum zehn­ten Mal zu­rück in die Kon­zert­hal­len der Re­pu­blik. An Bord sind neben den Ban­jos auch wie­der Man­do­li­nen, Gei­gen, Gi­tar­ren und Kon­tra­bäs­se. Meis­ter­lich ge­spielt be­glei­ten sie die viel­fäl­ti­gen Sän­ger, die den drei Top-​Bands aus den USA den je­wei­li­gen un­ver­gleich­li­chen Ori­gi­nal-​Sound geben. 

Dem Ju­bi­lä­um an­ge­mes­sen ist die spe­zi­ell zu­sam­men­ge­stell­te ex­qui­si­te Aus­wahl aus ak­tu­ell wich­ti­gen En­sem­bles der ame­ri­ka­ni­schen Szene. Das Pro­gramm steht die­ses Jahr unter dem Motto „Loo­king Back to the Fu­ture“: Die Künst­ler schöp­fen die In­spi­ra­ti­on für ihr ei­ge­nes krea­ti­ves Schaf­fen aus den ur­sprüng­li­chen Wur­zeln von Blu­e­grass, Folk und akus­ti­schem Old­ti­me Coun­try und schaf­fen dar­aus span­nen­de Musik für die Zu­kunft. Tra­di­tio­nell tref­fen sich zum gro­ßen Fi­na­le alle Mu­si­ker noch ein­mal auf der Bühne zur ge­mein­sa­men Be­geg­nung.

Das Blu­e­grass Jam­bo­ree ist in Eu­ro­pa ein­ma­lig und wird sogar in den USA, dem Mut­ter­land der Blu­e­grass-​ Musik, mit Lob und In­ter­es­se ge­prie­sen. Dank bes­ter Kon­tak­te in die Zen­tren des Mu­sik­stils ge­lingt es Blu­e­grass Im­pre­sa­rio Rai­ner Zell­ner (von der Eu­ro­pean Blu­e­grass Union als „Blu­e­grass Per­so­na­li­ty of the Year“ aus­ge­zeich­net) immer wie­der recht­zei­tig die an­ge­sag­tes­ten Künst­ler zu prä­sen­tie­ren. So fin­den sich et­li­che spä­te­re Stars und Gram­my aus­ge­zeich­ne­te Künst­ler im Pro­gramm der ver­gan­ge­nen Blu­e­grass Jam­bo­ree-​Jahr­gän­ge. 

“Wer Blu­e­grass ver­passt ist sel­ber schuld!“ (Ba­di­sche Neue Nach­rich­ten) „Ur­form der Pop­mu­sik“  (Süd­deut­sche Zei­tung)

 

Bill and The Bells:

Bill and The Bel­les aus Vir­gi­nia er­we­cken eine ver­gan­ge­ne Ära zu neuem Leben: Die An­fän­ge der Coun­try Music, der Vau­de­vil­le Thea­ter und der Radio Shows der 30er Jahre, als erst­mals Musik in alle Haus­hal­te ge­sen­det wer­den konn­te. Die Un­ter­hal­tungs­pro­gram­me jener Zeit waren ge­prägt von einem an­ar­chi­schen Mu­sik­mix aus Old­ti­me Fidd­le Tunes, sen­ti­men­ta­len Bal­la­den, ek­sta­ti­schen Gos­pels, ra­san­tem Blu­e­grass, ar­chai­schem Blues und rhyth­mi­schem Swing Jazz. Live, lo­cker und hu­mor­voll prä­sen­tiert, rich­te­ten sich die über­aus be­lieb­ten Radio Shows mit Musik, Come­dy, Wer­bung und lo­ka­len In­for­ma­tio­nen an die länd­li­che Be­völ­ke­rung im ab­ge­le­ge­nen Süd­os­ten der USA. Bill and the Bel­les, die Haus­band einer sol­chen Ra­dio-​Show des „Birth­place of Coun­try Music“-​Mu­se­ums in Vir­gi­nia, las­sen genau diese Tra­di­tio­nen frisch und zeit­ge­mäß wie­der auf­le­ben.

Ge­nia­le drei­stim­mi­ge Ge­sangs­sät­ze, große Meis­ter­schaft auf den In­stru­men­ten, ge­paart mit Liebe zur mu­si­ka­li­schen und op­ti­schen Äs­the­tik des Stils ma­chen Bill and The Bel­les zu einer der füh­ren­den Re­tro-​Bands der USA. Sän­ger, Gi­tar­rist und Mas­ter­mind Kris Tru­el­sen kam aus den Ber­gen Co­lo­ra­dos in die Ap­pa­la­chen Vir­gi­ni­as. Gei­ge­rin Kalia Yea­gle flüch­te­te aus Alas­ka in die wär­me­re Re­gi­on des Süd­os­tens. Ban­jo-​Spie­le­rin Grace van’t Hof baute ihr ers­tes Banjo sel­ber und hört Old­ti­me Hard­core ge­nau­so wie Puc­ci­ni. Als En­er­gie­bün­del am Kon­tra­bass hält Hasee Ciac­cio, eine über­aus ge­frag­te Ses­si­on-​Mu­si­ke­rin der Szene, die Band auf Kurs.

„Bill and the Bel­les sor­gen dafür, dass man die Be­deu­tung der frü­hen Coun­try Music wie­der schätzt, ohne sie nur nach­zu­ah­men“ (Rol­ling Stone)

 

The Brother Brothers:

The Bro­ther Bro­thers - das sind die ein­ei­igen Zwil­lin­ge Adam und David Moss. Sie ste­hen in der Tra­di­ti­on der für die au­then­ti­sche Coun­try-​ und Blu­e­grass Musik so ty­pi­schen Brü­der-​Du­et­te: In einer Linie mit den Lou­vin Bro­thers und den Ever­ly Bro­thers hört man bei ihnen auch An­klän­ge an das wohl be­deu­tends­te Folk Pop-​Duo Simon & Gar­fun­kel. Zwil­lings­brü­der be­sit­zen eine ganz be­son­de­re Magie in ihren zwei­stim­mi­gen Ge­sangs­har­mo­ni­en, sin­gen sie doch so­zu­sa­gen mit der glei­chen Stim­me. 

Bevor es zu ihrer ge­mein­sa­men Ar­beit im Duo kam, ent­wi­ckel­ten sich die zwei Künst­ler aus Il­li­nois lange Jahre ge­trennt. In den mu­si­ka­li­schen Melting-​Pots Aus­tin und New York kam jeder für sich nach klas­si­scher Aus­bil­dung mit den bun­tes­ten Sti­len in Be­rüh­rung: Jazz, Blu­e­grass, Old­ti­me, Folk, Ame­ri­ca­na. Beide ent­deck­ten bald ihre Liebe zu den Story Songs, die Ge­schich­ten er­zäh­len. Damit war das ge­mein­sa­me Ziel ge­fun­den und die Bro­ther Bro­thers ge­grün­det. 

Die Lie­der von Adam und David sind mal bit­ter­süß, mal leicht­fü­ßig und luf­tig, dann wie­der me­lan­cho­lisch-​blue­sig, ein in­ten­si­ver Rausch an ge­misch­ten Emo­tio­nen, die das Pu­bli­kum wie ma­gisch in ihren Bann zie­hen. Gei­ger Adam Moss und Gi­tar­rist David Moss, be­glei­ten sich mit einem fei­nen, klang­ma­len­den Ge­flecht aus Har­mo­ni­en und Rhyth­men, die sie ge­ra­de in ihrer Ein­fach­heit als große Meis­ter aus­wei­sen.  „Bei ihrem Ge­sang be­kom­me ich Gän­se­haut“ (Sarah Ja­rosz)

 

A Bluegrass Explosion:

„A Blu­e­grass Ex­plo­si­on“, so schil­der­te ein über­wäl­tig­ter Jour­na­list das Kon­zert von Jeff Scrogg­ins & Co­lo­ra­do. Zu­hau­se in den Front Range Ber­gen von Co­lo­ra­do, hat sich das Quin­tett zu einer der mit­rei­ßends­ten Live Bands im Blu­e­grass ent­wi­ckelt. Per­ma­nent sind sie seit 2011 welt­weit mit ihrem viel­fäl­ti­gen Sound un­ter­wegs, in dem sich die ganze Far­big­keit der Blu­e­grass Ge­schich­te spie­gelt. Die zwei Ge­ne­ra­tio­nen Mu­si­ker in der Band er­zeu­gen eine Span­nung aus Tra­di­ti­on und Neuem. Ge­fühl­vol­le Ge­sangs-​So­lis­ten, auf­re­gend in­ten­si­ver mehr­stim­mi­ger Ge­sang, erst­klas­si­ge Songs, über­aus kraft­voll vir­tuo­ses So­lo­spiel und blin­des rhyth­mi­sches Ver­ständ­nis un­ter­ein­an­der sind die Ele­men­te, mit denen Blu­e­grass seit sieb­zig Jah­ren so er­folg­reich wurde und bis heute le­ben­dig blieb. In Jeff Scrogg­ins & Co­lo­ra­do fin­det man genau das, durch­setzt mit der En­er­gie zu­kunfts­wei­sen­der  Wei­ter­ent­wick­lun­gen wie New Acoustic, New­grass und Jam­Grass.

Ban­jo-​King und Mas­ter­mind Jeff Scrogg­ins er­füll­te sich mit Co­lo­ra­do nach vie­len Jah­ren als Rock-​Gi­tar­rist den Traum eines ei­ge­nen Blu­e­grass-​En­sem­bles. Dafür spiel­te er zehn Jahre lang täg­lich neun Stun­den bis er mit sei­nem Ban­jo­spiel zu­frie­den war. Zwei­mal wurde er bis­her „Ban­jo-​Spie­ler des Jah­res“ in den USA und gilt als „Jimmy Page“ des Ban­jos. Sein Sohn Tris­tan Scrogg­ins hörte Blu­e­grass schon neun Mo­na­te bevor er über­haupt ge­bo­ren wurde und mit sech­zehn hatte er schon den „Wun­der­kind“ - Sta­tus und viele Prei­se ge­won­nen. Er steht mitt­ler­wei­le in einer Reihe mit den an­de­ren „jun­gen Wil­den“ der Man­do­li­ne wie Chris Thile. Er liebt puren Blu­e­grass ge­nau­so wie Avant­gar­de-​Aus­flü­ge und seine Ei­gen­kom­po­si­tio­nen sind High­lights im Band-​Re­per­toire. 

Viele Jahre Er­fah­rung und Aus­zeich­nun­gen prä­gen die „echte“ Blu­e­grass-​Stim­me der Band, Greg Blake aus den Ber­gen West Vir­gi­ni­as. Bei ihm klin­gen die Ap­pa­la­chen-​Songs un­wi­der­steh­lich au­then­tisch - kein Wun­der, singt er doch Zeit sei­nes Le­bens Blu­e­grass, Gos­pel und beste er­di­ge Coun­try Music. Greg be­freit die Blu­e­grass-​Gi­tar­re vom rei­nen Rhyth­mus-​Spiel und stellt sie eben­bür­tig mit gran­dio­sen Soli neben die an­de­ren füh­ren­den In­stru­men­te. Gei­ge­rin Ellie Hak­an­son ge­hört eben­falls zur jun­gen Ge­ne­ra­ti­on Mu­si­ke­rin­nen. Sie ver­bin­det in be­son­de­rer Ele­ganz ma­kel­lo­se klas­si­sche Tech­nik mit der En­er­gie rauer blue­si­ger Blu­e­grass Fidd­le. Die tie­fen Töne und swin­gen­den Rhyth­men des Kon­tra­bas­ses hal­ten die Band zu­sam­men, meis­ter­haft in den Hän­den von Danny Booth. Er kam aus Alas­ka in den Süden und be­rei­cher­te schon den Klang von Le­gen­den wie Ralph Stan­ley, Doug Dil­lard und Gram­my-​Ge­win­ner Frank Sul­li­van.

Raum: Saal
Einlass: 19:00 Uhr
Eintritt: 27 €
Eintritt VVK: 25 € (inkl. Gebühren) Tickets


Weitere Informationen:
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