1969-2019: 50 JAHRE DOMICIL

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Das Jubiläumsjahr

Am 14.3.1969 eröffnete Gründungspräsident Glen Buschmann das domicil in den Kellerräumen in der Dortmunder Leopoldstraße 60 mit den Worten: "Was aus dem Unternehmen wird, liegt aussschließlich an Ihnen". Und offensichtlich wurde etwas daraus! Ein halbes Jahrhundert und einige tausend Konzertveranstaltungen später ist das domicil eine in der Kulturlandschaft fest verankerte Institution mit weit überregionaler Ausstrahlung, die sich nach Umzug, Vergrößerung und Professionalisierung weiterhin in bürgerschaftlicher Trägerschaft befindet und über 300 Veranstaltungen jährlich anbietet. Das Jubiläumsjahr ist so ein Anlass sowohl für Rückschau und Reflektion als auch die Gelegenheit für einen Blick nach vorne. Dies wird in verschiedenen Projekten und Formaten das ganze Jahr über im Zeitraum März bis November im domicil und darüber hinaus passieren.

 

domicil 50 Buch

Ab 4.5.19 erhältlich: domicil - ein halbes Jahrhundert!

50 Jahre domicil – das sind 50 Jahre Musikgeschichte eines der wichtigsten Spielstätten für aktuellen Jazz und verwandte Musik-Spielarten. Legenden wie Chet Baker, Betty Carter, Dexter Gordon, Egberto Gismonti, Joe Zawinul, John Scofield, Archie Shepp, Albert Mangelsdorff oder aktuelle Topacts wie Lizz Wright, Kurt Elling, Kamasi Washington u.v.a. gaben sich hier die Klinke in die Hand.

Das opulent bebilderte Buch ist nicht nur eine Rückschau auf die Konzert-Geschichte und die beiden bisherigen festen Spielstätten, sondern beleuchtet die Rollen des domicil als Initiative, Verein, Kulturzentrum und Ver- anstalter. Darüber hinaus geben Musikerportraits und -statements Einblicke in die Jazzszene.

Die Rahmenbedingungen für den Konzertbetrieb waren in den Anfängen improvisiert wie die Musik, aber nie- mand dachte jemals ernsthaft daran, den Betrieb wieder einzustellen – im Gegenteil. Eine vielleicht für die Stadt und die Region nicht untypische Bereitschaft, die Dinge anzupacken und in der Tatkraft dabei auch über längere Zeiträume nicht nachzulassen, gehörte von Anfang an zum Spirit des domicil.

So blieb das domicil nicht ein nur lokales Phänomen. Die Beharrlichkeit seiner Initiatoren, die Lernfähigkeiten und die Problemlösungs-Kompetenzen derer, die sich selbst für den Club verantwortlich gemacht hatten, schließlich auch die Aufmerksamkeit einer städtischen Kulturpolitik blieben seine konstanten Begleiter. Und mit dem Umzug in die Stadtmitte veränderte sich die Bedeutung des Clubs stürmisch und in mehrfacher Hinsicht.

Wer auf 50 Jahre domicil-Geschichte schaut, blickt dabei also nicht nur in die Vergangenheit, obwohl es da manches zu entdecken und wiederzuentdecken gibt. Nolens volens blickt man auch auf eine erfolg- und spannungsreiche Gegenwart und von da aus in die Zukunft – ohne feste Gewissheiten. Außer der, dass das domicil so lange leben und Erfolg haben wird, wie es die vielfältigen Bedürfnisse seiner Besucher zu verstehen und auf sie zu reagieren vermag.

Redaktionsteam: Hans-Jürgen Linke, Michael Kalthoff- Mahnke Günter Maiß Waldo Riedl mit Gastbeiträgen von Arnd Weidler, Michael Batt, Felix Guth, Stefan Pieper, Kurt Rade, Udo Wagener.

208 Seiten, zahlreiche, z.T. ganzseitige Fotos Gestaltung/Grafik: Volker Pecher
ISBN 978-3-8375-1983-9 © Klartext Verlag 2019 Preis: 24,95 €

Erhältlich im Buchhandel.

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Dank gilt der Reinoldigilde zu Dortmund, ohne deren großzügige Spende die Buchveröffentlichung nicht möglich gewesen wäre.

Archie Shepp domicil 5ß

Die Ausstellung(en)

An verschiedenen Orten im innerstädtischen Dortmunder Brückviertel, an dessen Westflanke sich das domicil befindet, werden zwischen August und November verschiedene Ausstellungsprojekte gestartet, u.a. als PopUp-Aktionen im Viertel, im domicil selbst und im benachbarten Museum für Kunst und Kulturgeschichte. In Kooperation mit der FH Dortmund und dem Fachbereich Szenographie unter Leitung von Prof. Oliver Langbein werden interessante Themen rund ums domicil multimedial in Szene gesetzt.

Partner der Ausstellungsprojekte: 

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Zeitraum (an verschiedenen Orten): 1.8.-10.11.2019.

Vom Trägerverein kuratiert startet die erste Ausstellung im domicil bereits am 9.3.19: Gine Selle präsentiert mit „Jungle Jazz“ handbearbeitete Fotocollagen von im domicil entstandenen MusikerInnen-Portraits.

PopUp-Club: Das domicil vor Ort in den Stadtteilen

Eine mobile PopUp-Clubbühne wird im Sommer bei verschiedenen Open-Air-Veranstaltungen in den Stadtteilen Dortmunds unterwegs sein, u.a. in Brakel, in Aplerbeck, beim Hafenspazierung oder auch beim großen Open-Air-Festial Juicy Beats im Westfalenpark. Das domicil „geht aus“ und präsentiert Live-Musik an den schönsten Plätzen und beliebtesten Sommerfesten Dortmunds. Infos zu Programm und Terminen folgen!

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Konzert-Highlights im Jubiläumsjahr

Eine Reihe von besonderen Konzert-Highlights begleitet uns durch das gesamte Jubiläumsjahr von Mitte März bis Ende November in die 26. Jazztage Dortmund hinein. So werden u.a. erwartet:

22.03. Joachim Kühn „Melodic Ornette Coleman“ (22.3.)
07.04. Nubya Garcia
28.04. Mark Guiliana Beat Music
09.05. Bill Frisell & Skúli Sverrisson: Strata
11.05. Markus Stockhausen "Quadrivium"
15.06. Pablo Held Trio
27.06. The Dorf
28.06. Tenor Summit: Martin Sasse Trio feat. Gerd Dudek & Paul Heller
29.06. Broken Brass Ensemble
25.10. Ryan Porter feat. The West Coast Get Down
27.10. Rymden feat. Wesseltoft/Öström/Berglund
04.11. Emma Jean Thackray's Walrus
07.11. Nik Bärtsch & Ronin
17.11. Fuchsthone Orchestra
22.11. Cécile McLorin Salvant & Sullivan Fortner

Fortsetzung folgt!

Außerdem starten neue Kuratorenreihen unter dem Titel „JazzLab“ unter anderem mit monatlichen Konzerten der „Jungen Jazzakademie“ und mit dem jungen Dortmunder Pianisten Peter Heinrich Köcke und genreübergreifenden Konzeptkonzerten namens „Synergie“. 

 

Das Jubiläumswochenende

Rund um das Geburtstagswochenende wird (natürlich auch ein wenig) gefeiert und im gesamte Haus musikalisch improvisiert:

Fr 15.3. ab 21 h: 50 Jahre domicil - Die Jazzparty!

Das domicil lädt am Fr 15.3. ab 21 h zur clubbigen Jazzparty bei einer Live-Session mit jungen MusikerInnen und Gästen. Eintritt frei!

Sa 16.3.19 17-22 h: Tag der offenen Tür / House of Jazz / Improvise!

Und am Sa 16.3. kann man von 17-22 Uhr das domicil bei „offenen Türen“ als „House of Jazz“ bei einem Rundgang durch fast alle Räume und bei vielen kleinen Konzertmomenten mal ganz anders erkunden. Motto: Improvise! Mit dabei: Simon Camatta, Florian Walter, St Kirchhoff, Johannes Nebel und viele andere. Dazu gibt es Live-Soundchecks, Infos zum domicil, Talks, Fotos und Videos, Kartenverlosungen und ab 20 h eine abschließende groovig-improvisierte und bühnenlose Konzertsession im Saal unter Leitung von Schlagzeuger Hendrik Lensing (Filou u.a.), Hanno Busch und vielen Gästen. Eintritt frei!

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